Ausbildungen in der Textilindustrie
- Produktionsmechaniker Textil, drei Jahre, für Spinnerei, Weberei, Strickerei und technische Textilien
- Maschinen- und Anlagenführer mit Schwerpunkt Textiltechnik oder Textilveredlung, zwei Jahre
- Textil- und Modenäher, zwei Jahre, und Textil- und Modeschneider, drei Jahre, für die Konfektion
- Maßschneider im Handwerk, drei Jahre
- Textilreiniger, drei Jahre, für Wäschereien und Textilpflege
Welche Ausbildung passt, hängt davon ab, ob dich Maschinen und Technik, das Nähen und Gestalten oder die Pflege von Textilien mehr reizen. Ausbildungsbetriebe gibt es in einigen Regionen häufiger als in anderen, weil sich die Textilindustrie an traditionellen Standorten konzentriert. Wenn in deiner Nähe kein Betrieb ausbildet, lohnt sich die Suche im Umkreis. Auf dieser Seite findest du Ausbildungsplätze und Stellen aus allen Bereichen.
Fachschule und Studium
Nach Ausbildung und Berufserfahrung kannst du an einer Fachschule den Abschluss Staatlich geprüfter Techniker erwerben, etwa in Bekleidungstechnik oder Textiltechnik. In Vollzeit dauert die Fachschule für Bekleidungstechnik zwei Jahre. Wer tiefer in Entwicklung, Materialforschung oder Management einsteigen möchte, kann Textiltechnik, Bekleidungstechnik oder Textilmanagement an einer Hochschule studieren. Techniker und Absolventen arbeiten in der Produktentwicklung, im Einkauf, in der Qualitätssicherung oder in der Fertigungssteuerung, häufig mit Kontakt zu Produktionsbetrieben im Ausland. Für diese Stellen sind Englischkenntnisse und Reisebereitschaft oft Voraussetzung. Viele Fachschulen bieten ihre Bildungsgänge auch berufsbegleitend an, sodass du weiter arbeiten kannst.
Quereinstieg
Viele Stellen für Helfer in Produktion, Konfektion und Lager setzen keine Ausbildung voraus. Nähkenntnisse aus einem Hobby oder einer Tätigkeit im Ausland sind dort ein echter Vorteil. Auch Erfahrung als Maschinenbediener in anderen Branchen lässt sich auf Textilmaschinen übertragen. Viele Betriebe lernen neue Mitarbeiter an einer Maschine an und erweitern ihre Aufgaben Schritt für Schritt, wenn sie sich bewähren. Wer länger bleibt, kann sich mit ausreichender Berufserfahrung unter bestimmten Voraussetzungen zur Abschlussprüfung anmelden, ohne eine Ausbildung durchlaufen zu haben.
Tipps für deine Bewerbung
- Nenne Maschinen und Verfahren, die du kennst, etwa Webmaschinen, Rundstrickmaschinen oder Industrienähmaschinen.
- Beschreibe Materialien, mit denen du gearbeitet hast, von Oberbekleidung bis zu technischen Textilien.
- Lege für Stellen in Schneiderei und Musterwerkstatt Fotos eigener Arbeiten bei.
- Gib an, welche Schichtmodelle für dich möglich sind.
Für Stellen in der Produktentwicklung helfen Kenntnisse in Schnittprogrammen und gutes Englisch, weil viele Unternehmen mit Lieferanten im Ausland zusammenarbeiten. Für Ausbildungsplätze reicht ein kurzes Anschreiben, in dem du erklärst, was dich an Textilien interessiert, dazu das letzte Zeugnis.